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Ausgabe 01 · Juni 2026 · Erstausgabe

Haushaltssperren 2026: Warum immer mehr Kommunen die Kontrolle verlieren

Der Kämmerer · Erschienen: 30. Juni 2026 · 4 Beiträge
166 Mrd.
Kommunaler
Investitionsstau
70 %
Kommunen
strukturell im Defizit
+44 %
HzE-Kosten
seit 2013
3,5 %
Ø Zinssatz
Kassenkredite 2025
Haushalt & Finanzen · Leitartikel

Die Haushaltssperre als neuer Normalzustand — und was das für kommunale Führung bedeutet

In den 1990er Jahren war die Haushaltssperre ein Ausnahmeinstrument. Sie signalisierte: Etwas ist schiefgelaufen. Heute ist sie in vielen deutschen Kommunen ein reguläres Steuerungsinstrument — eingesetzt, um Ausgaben zu bremsen, die der Rat bereits beschlossen hat.

„Wir müssen uns mehr denn je fokussieren." — Dr. Frank Mentrup, OB Karlsruhe, zur 60-Millionen-Haushaltssperre 2026

Das strukturelle Problem: Haushaltssperren treffen immer dieselben Posten. Investitionen werden verschoben. Freiwillige Leistungen gestrichen. Personal eingefroren. Was nicht getroffen wird: die Pflichtleistungen — also genau die Ausgaben, die am schnellsten wachsen. Hilfen zur Erziehung, Eingliederungshilfe, Grundsicherung. Sie wachsen unabhängig von der Haushaltssperre weiter.

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Sozialkosten · Analyse

HzE +44 %: Warum Kommunen die Steuerungshoheit verloren haben — und wie sie sie zurückgewinnen

Hilfen zur Erziehung sind in 13 Jahren um 44 Prozent teurer geworden. Nicht weil mehr Kinder Hilfe brauchen. Sondern weil der Träger entscheidet — und die Kommune zahlt. Wie das Mannheimer Modell 2013 zeigt, dass Steuerung möglich ist. Und warum der Erfolg nicht anhielt.

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Haushalt · Praxis

Haushaltssicherungskonzept: Was wirklich funktioniert — und was nur Zeit kostet

Viele Kommunen erstellen HSK auf Druck der Kommunalaufsicht — und scheitern an der Umsetzung. Was ein wirksames Konzept von einem papierbasierten unterscheidet: Verantwortliche, Fristen, Quartalsmonitoring — und der politische Konsens, der alles erst möglich macht.

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Recht & Vergabe

Unterschwellige Vergabe 2026: Was Kommunen wirklich dürfen — und was nicht

Direktauftrag, Verhandlungsvergabe, öffentliche Ausschreibung: Der Unterschwellenbereich ist fehlerträchtig. Stückelung, fehlende Dokumentation, falsche Schwellenberechnung — die häufigsten Beanstandungen bei kommunalen Prüfungen und wie man sie vermeidet.

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Daten & Rankings · Ausgabe 01

Gewerbesteuer-Hebesätze 2025

Dortmund: 520 % · Duisburg: 520 %
München: 490 % · Essen: 480 %
Düsseldorf: 440 % · Mannheim: 420 %

Kassenkredite 2024

Gesamt Deutschland: 44 Mrd. €
NRW-Anteil: ~60 % aller Kassenkredite
Ø Zinssatz 2025: 3,5 % p.a.

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HAKO · KI-Plattform

HzE-Kosten aktiv steuern — ohne Leistungskürzung

ASCEND ist die KI-gestützte Steuerungsplattform für Hilfen zur Erziehung. Sie analysiert auf META-Ebene, identifiziert Hochrisikofälle frühzeitig und liefert monatliche Steuerungsimpulse für Kämmerei und Dezernatsleitung — ohne Systemwechsel, ohne IT-Integration.

Demo-Termin anfragen →
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