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11. Oktober 2026

Stufen im TVöD: Stufenlaufzeit, Aufstieg und die Stufe bei Einstellung

Sechs Stufen je Entgeltgruppe, Aufstieg nach 1, 2, 3, 4 und 5 Jahren: Wie die Stufen im TVöD funktionieren, welche Stufe bei Einstellung gilt und wo der Arbeitgeber Spielraum hat.

Redaktion  ·  2026-10-12  ·  5 Minuten Lesezeit

Im TVöD bestimmt neben der Entgeltgruppe die Stufe das Gehalt. Sie bildet die Berufserfahrung ab: Wer länger in derselben Entgeltgruppe arbeitet, rückt in höhere Stufen auf. Die Regeln stehen in § 16 TVöD für den Bereich der Kommunen (VKA).

Sechs Stufen, feste Laufzeiten

Die Entgeltgruppen 2 bis 15 haben sechs Stufen. Der Aufstieg folgt festen Laufzeiten bei ununterbrochener Tätigkeit in derselben Entgeltgruppe bei demselben Arbeitgeber:

von Stufenach Stufenach
121 Jahr
232 Jahren
343 Jahren
454 Jahren
565 Jahren

Bis zur Endstufe vergehen damit 15 Jahre. Ab Stufe 3 kann der Arbeitgeber die Laufzeit bei besonderer Leistung verkürzen und bei erheblich unterdurchschnittlicher Leistung verlängern (§ 17 Abs. 2 TVöD).

Sonderfall Entgeltgruppe 1: Sie hat fünf Stufen. Die Einstellung erfolgt in Stufe 2, die nächste Stufe folgt jeweils nach vier Jahren.

Was eine Stufe wert ist

Die Sprünge sind unterschiedlich groß. In E 9a etwa liegt Stufe 3 bei 4.097,67 Euro, Stufe 4 bei 4.586,77 Euro – ein Plus von 489,10 Euro im Monat. In E 11 bringt der Schritt von Stufe 4 (5.454,10 Euro) auf Stufe 5 (6.012,56 Euro) 558,46 Euro. Wann der nächste Aufstieg ansteht und wie sich das Gehalt bis zur Endstufe entwickelt, zeigt der Rechner Stufenaufstieg.

Welche Stufe bei Einstellung gilt

§ 16 Abs. 2 TVöD (VKA) regelt die Stufe bei einer Neueinstellung:

„Einschlägig“ ist Berufserfahrung in der übertragenen oder einer gleichartigen Tätigkeit. Ein Berufspraktikum nach dem Tarifvertrag für Praktikantinnen und Praktikanten gilt grundsätzlich als einschlägige Berufserfahrung.

Wo der Arbeitgeber Spielraum hat

Zwei Regeln erlauben dem neuen Arbeitgeber eine höhere Stufe – beide sind Kann-Regeln, ein Anspruch besteht nicht:

Gerade bei Fachkräften, die eine Kommune dringend sucht, lohnt sich deshalb die Frage nach der Stufenzuordnung vor der Vertragsunterschrift. Eine erste Einordnung liefert der Rechner Stufe bei Einstellung und Wechsel.

Quellen

Kämmerer-Cockpit · Der Kämmerer
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