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11. Oktober 2026

TVöD-Gehalt 2026: Entgelttabelle, Stufen und was netto bleibt

Seit 1. Mai 2026 gilt die neue TVöD-Tabelle für Kommunen: 2,8 Prozent mehr. Entgeltgruppen von E 3 bis E 15, Jahressonderzahlung 85 Prozent und zwei Netto-Beispiele.

Redaktion  ·  2026-10-12  ·  6 Minuten Lesezeit

Seit dem 1. Mai 2026 gilt für die Beschäftigten der Kommunen die neue Entgelttabelle des TVöD. Die Tabellenentgelte sind um 2,8 Prozent gestiegen. Grundlage ist die Tarifeinigung von Bund und Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) vom 6. April 2025: Zum 1. April 2025 stiegen die Entgelte bereits um 3 Prozent, mindestens um 110 Euro im Monat. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2027.

Die Tabelle 2026 im Überblick

Das Monatsentgelt hängt von zwei Größen ab: der Entgeltgruppe, die sich aus der Tätigkeit ergibt, und der Stufe, die mit der Berufserfahrung steigt. Ein Auszug der Tabelle für Vollzeit (39 Wochenstunden), jeweils Eingangs- und Endstufe:

EntgeltgruppeStufe 1Stufe 6
E 53.124,08 €3.783,33 €
E 83.486,40 €4.230,97 €
E 9a3.658,61 €4.979,97 €
E 9c4.010,72 €5.527,70 €
E 114.269,64 €6.326,77 €
E 134.901,11 €7.025,87 €
E 155.827,86 €8.204,11 €

Die vollständige Tabelle mit allen Entgeltgruppen und Stufen, dem Jahresbrutto und den offenen Stellen je Entgeltgruppe steht in der TVöD-Tabelle 2026.

Jahressonderzahlung: 85 Prozent für alle

Ab 2026 erhalten alle Beschäftigten der Kommunen eine Jahressonderzahlung von einheitlich 85 Prozent des durchschnittlichen Monatsentgelts der Monate Juli bis September. Bis 2025 war der Satz nach Entgeltgruppen gestaffelt; in den Entgeltgruppen 13 bis 15 lag er deutlich niedriger. Wie sich der Betrag zusammensetzt und wann er gekürzt wird, erklärt der Beitrag zur Jahressonderzahlung 2026.

Für das Jahresbrutto heißt das: Zwölf Monatsentgelte plus rund 0,85 Monatsentgelte. In E 9a, Stufe 3, sind das bei Vollzeit rund 52.655 Euro im Jahr. Den Wert für jede Kombination liefert der TVöD-Bruttorechner.

Was netto bleibt – zwei Beispiele

Vom Brutto gehen Lohnsteuer, gegebenenfalls Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sowie die Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung ab. Zwei Beispiele für 2026, gerechnet nach dem amtlichen Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums und den Sozialversicherungswerten 2026:

Nicht enthalten ist der Beitrag zur Zusatzversorgung (ZVK/VBL), der je nach Kasse unterschiedlich ausfällt. Eigene Werte rechnet der TVöD-Nettorechner – mit Steuerklasse, Kinderfreibeträgen, Bundesland und Zusatzbeitrag der Krankenkasse.

Wie es weitergeht

Mit der Stufe steigt das Entgelt: Stufe 2 nach einem Jahr, Stufe 3 nach zwei weiteren Jahren, dann nach drei, vier und fünf Jahren. Wann die nächste Stufe kommt, zeigt der Rechner Stufenaufstieg; die Regeln erklärt der Beitrag Stufen im TVöD.

Die aktuelle Tabelle gilt bis zum 31. März 2027. Danach beginnt die nächste Tarifrunde für Bund und Kommunen.

Quellen

Kämmerer-Cockpit · Der Kämmerer
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